In unserer neusten Veröffentlichung im Public Health Forum haben wir anhand von rund 250.000 Datensätzen aus der COPSOQ-Datenbank untersucht, ob und wie stark das Alter mit dem Gedanken an einen Berufs- oder Stellenwechsel zusammenhängt.
Zentrale Ergebnisse:
• Das Alter weist tatsächlich den stärksten Zusammenhang mit Wechselgedanken auf – stärker als Führungsposition, Vollzeitstatus oder Befristung.
• Die 25–34-Jährigen denken am häufigsten über einen Stellenwechsel nach.
• Mit zunehmendem Alter nimmt die Mobilitätsneigung deutlich ab.
• Gleichzeitig zeigen sich klare Zusammenhänge mit arbeitsbezogenen Faktoren wie
o Work-Privacy-Konflikten
o Verbundenheit mit dem Arbeitsplatz
o Vertrauen und Gerechtigkeit
o allgemeinem Gesundheitszustand
Besonders spannend: Organisationale Rahmenbedingungen („workplace-related“) korrelieren stärker mit Wechselgedanken als rein tätigkeitsbezogene Anforderungen („job-related).
Schlussfolgerung:
Berufliche Wechselbereitschaft ist kein simples Generationenphänomen. Sie ist multidimensional - beeinflusst durch Lebensphasen, Alterskohorte, Generationenzugehörigkeit, Arbeitsbedingungen und gesundheitliche Faktoren.
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